Zweibeiner

Dies sind die Menschen im Paddocktrail Alverdissen.

ZweibeinerIch04

Foto: Wolf Scherzer

 Sylvia
Besitzerin von Dickmann, Fin, Sanso und Käptn‘.
Betreiberin des Paddocktrail Alverdissen.
Freizeitreiterin und Freizeitfahrerin,
Trainerin C Fahren Breitensport,
pferdebegeistert von Kindesbeinen an,
auf einem Bauernhof groß geworden,
seit Jahrzehnten Pferdehalterin in Eigenregie.

 

 

 

 

 

Sylvia über den Paddocktrail: Paddocktrail ist für mich die beste Haltung, die wir unseren Pferden bieten können. Als Dickmann jung war, musste ich ihn für kurze Zeit fremd einstellen. Man versprach mir, dass er  jeden Tag „raus“ kommen sollte. Ja, kam er auch, ganze zwei Wochen lang auf eine Matsch-Koppel mit einer schon ziemlich betagten Stute. Der Zaun war desolat, die Stute genervt, Dickmann gelangweilt und unglücklich. Er kam immer seltener auf die Koppel. Immer wenn ich vom Stall nach Hause fuhr, schaute mich aus einem vergitterten Fenster in einer dunklen, bis oben hin verbretterten Box ein trauriges Pferd an. „Hol mich hier raus“. Das habe ich getan und bis heute konnte ich mein Versprechen, ihn nie wieder in eine Box zu sperren, einhalten. Ich freue mich so sehr, dass ich ihm auf seine alten Tage nun den ganz großen Auslauf auf dem Paddocktrail bieten kann.

 


ZweibeinerSonja

Foto: Christin Friedrich

 

 Sonja
Besitzerin von Cinderella – hatte (wie sie sagt) bis vor einem Jahr
„noch keine Ahnung von Pferden“

 

 

 

 

 

 

Sonja über den Paddocktrail: Bei der Weidehaltung sieht man selten, dass sich die Pferde bewegen, egal wie groß die Weide auch sein mag. Stehen und fressen und hin und wieder bewegt sich mal ein Pferd, um zum Äppeln eine andere Stelle aufzusuchen, das ist es an Bewegung, mehr ist nicht nötig. Rangeleien werden hingegen oftmals ausgiebig ausgetragen. Wenn dann noch ein nicht ausreichendes Raufutterangebot hinzukommt, führt Hunger oftmals zu Aggression und Unruhe in der Herde …
Es muss einfach noch eine andere Haltungsform geben! Als ich dann letztes Jahr von dem Paddocktrail von Sylvia in der Zeitung gelesen habe, war ich infiziert. Sylvia hat sich auch sofort bereit erklärt, mir alles zu zeigen. Das war super! Die Bewegungsmöglichkeiten sind vielfältig, und es sind nicht nur Möglichkeiten, es ist ein Muss. Heu und Wasser sind weitläufig verteilt, die Pferde müssen weite Strecken zurücklegen. In kleinen Gruppen wandern die Pferde den Trail entlang, um ihre natürlichen Bedürfnisse zu decken. Es gibt Heuraufen, Heunetze, eine Heuglocke – genug für alle, es muss kein Pferd befürchten, Hunger zu haben. Und das entspannt doch ungemein. Die Pferde können selbst entscheiden, ob sie im Unterstand stehen wollen oder lieber draußen. Das nimmt dem Menschen doch viel an Entscheidung ab. Es ist natürlich wahnsinnig viel Arbeit, die Wege werden länger, alle Futterplätze befüllen, mehrmals am Tag Abäppeln … das fordert die Menschen natürlich und hier im speziellen Sylvia. (Vielen Dank an Dich an dieser Stelle!!!) Die zufriedenen Pferdegesichter und das Beobachten der Pferde, wie sie um die Weiden wandern, rechtfertigen allerdings den Aufwand und lassen die viele Arbeit und die weiten Wege verblassen.
Gerade wo ich nicht jeden Tag da sein kann, weiß ich, dass Cinderella hier ein artgerechtes Leben führen kann. Und das ist es doch, was uns wichtig sein sollte. Ich wünsche mir, dass noch viele Menschen die Haltungsform ihrer Pferde hinterfragen und letztendlich neue Wege (Trails) gehen …
Ich freue mich sehr, dass Cinderella hier sein kann.

In Kürze folgen: Otfried sowie Burkhard & Uschi – gebt mir Zeit, Fotos und Text zu erstellen.